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SANDSTROHBLUME |
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Seltene Kostbarkeit im Golmer Luch
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Zwischen Einhaus und Nattwerder sieht man plötzlich einen großen, leuchtend gelben Fleck am Wegesrand. Dort wächst die Sandstrohblume (Helichrysum arenarium). Sie ist typisch für sonnige und magere Standorte in trockenen Sandgebieten und blüht von Juli bis August verstreut in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Sie bedeckt dort, wo man sie trifft, immer große Flecken, da sie mehrjährig ist und aus dem unterirdischen Rhizom zahlreiche 10 bis 40 cm hohe Stängel hervorgehen können. Dies lässt sich auch hier am Wegesrand sehr gut beobachten. Wegen ihrer Seltenheit ist sie im gesamten Bundesgebiet unter Naturschutz gestellt worden und zählt sogar zu den besonders geschützten Arten. Ihre winzigen, orangefarbenen Blüten sind in kleinen Köpfchen zusammengefasst, die von den auffälligen zitronengelben, strohigen Hüllblättern umgeben sind. Daran und an ihren weißfilzig behaarten Blättern und Stängeln ist sie leicht zu erkennen. In vielen Teemischungen werden die Blütenköpfchen als so genannte „Schmuckdroge“ verwendet. Sie sind nur Füllmittel, das durch seine Farbe die fertige Mischung verschönern soll. Dabei ist die Farbe des Tees auf die Beschwerden, gegen die er eingesetzt wird, abgestimmt und in der Volksheilkunde werden sie deshalb als Zusatz gegen Blasen- und Gallenleiden verwendet. Allerdings ist die Wirksamkeit bei diesen Anwendungsgebieten nicht belegt. Außerdem enthalten sie wie die Grapefruit einen Stoff, der die Wirkung von anderen Arzneimitteln nachteilig verändern kann. Aus diesem Grunde, aber vor allem auch wegen ihres Schutzstatus sollte man sich an dem sonnigen Farbfleck erfreuen und sie nicht für den Hausgebrauch nutzen. Dr. Anja Vaasen, 2005
Foto: Quelle: Flora aus Deutschland, Österreich und der Schweiz von Otto W. Thomé
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