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JUWELEN DER NATUR IN GOLM
 

Am 12. Juli kamen mich meine Kolleginnen aus Berlin besuchen, worauf wir einen Spaziergang am Wasser entlang unternahmen. Ich wollte den Mädels unseren schönen Ort nahebringen, damit sie gut erholt in die neue Arbeitswoche starten können. Sie staunten ja nicht schlecht, wie schön wir es hier haben, z.B. über die Wublitzbrücke, die herrliche Bucht mit dem gegenüberliegenden Stichkanal oder auch über die Wiesen mit den neugierigen Kühen.
Als unser Hund plötzlich verschwand, schlug ich mich in die Büsche, um ihn zu holen und da sah ich sie!!! Wunderschöne, winzige, wilde Orchideen! Natürlich staunten wir alle nicht schlecht und ich erhielt am Montag noch Mails von meinen Kollegen, wie schön es doch in Golm war, ja und die Orchideen waren noch das Tüpfelchen auf dem "i" gewesen.




 



 

Am nächsten Tag packte ich meine Kamera ein und los ging‘s zu der magischen Stelle mit meinen Models. Im Abendlicht wurden sie dann auf den Chip gebannt und am Monitor konnte ich dann den "Breitblättrigen Stendelwurz" bestimmen. Das interessante an diesen Pflanzen ist, dass sie ihren "Besuchern", welche den Nektar naschen wollen, ihre Pollen "aufdrücken", das heißt die Pollen bleiben am Kopf des Insekts wie kleine Bommeln kleben (siehe Foto mit der Wespe).
Nun frage ich mich natürlich, ob es sinnvoll wäre, die Leute von dieser Stelle zu unterrichten. Es gibt ja nicht nur diejenigen, die sich daran erfreuen, sondern auch Diebe oder "Hobbyfloristen", die die kleinen Juwelen gern in ihrer Blumenvase oder ihrem Garten sähen.
Nun, die wilden Orchideen lassen sich nicht einfach so umpflanzen. Sie brauchen genau dieses Milieu, welches sie sich ausgesucht haben und außerdem auch meist bestimmte Pilze im Boden, mit denen sie in Symbiose leben. Dies kann man ihnen im heimischen Garten nicht bieten. Zudem stehen sie unter Naturschutz. Deshalb: Bitte, bitte, Finger weg!

Wer möchte, kann sich die Orchideenfotos gern in Farbe im Internet ansehen: Link

Fotos und Text: Britta Bohne, Golm